TIES (The Integration of the European Second Generation)

Hierbei handelt es sich um eine internationale Studie über die Integration der Kinder von Zuwanderern aus der Türkei und aus Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – Institut für Europäische Integrationsforschung (eif) – beauftragte Studie wurde gleichzeitig in acht europäischen Ländern und 15 Städten durchgeführt. In Österreich konzentrierte sich die Erhebung auf die Städte Wien und Linz sowie auf das Bundesland Vorarlberg mit jeweils 750 Interviews. Der Fragebogen enthielt ein sehr breites Spektrum an Themenbereichen. Die Interviews dauerten im Schnitt 90 Minuten. Der Hauptzweck der persönlichen Befragung bestand darin herauszufinden, inwieweit sich die Lebensverhältnisse der Nachkommen von Zuwanderern und die der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund angeglichen haben bzw. inwieweit die jeweiligen Bedingungen in den einzelnen Ländern und Städten die Integration beeinflussen.

Die methodische Vorgehensweise im Projekt TIES ist in zweierlei Hinsicht einzigartig. So wurden erstens für die Stichprobenziehung Melderegisterdaten in Verbindung mit einem Onomastik-Verfahren zur Zuordnung von Namen zu Herkunftsregionen verwendet. Zweitens wurde extra für diese Erhebung ein komplett neuer InterviewerInnenstab, bestehend aus MigrantInnen oder deren Kindern, rekrutiert, mit dem Ziel, den Befragten InterviewerInnen mit einem übereinstimmenden ethnischen Hintergrund zuzuordnen. Diese außerordentlich aufwendige Maßnahme erwies sich für die Erreichung einer akzeptablen Ausschöpfung von über 50 % als notwendig.

Thema TIES - The Integration of the European Second Generation
Zielpopulation In Wien oder Linz oder in Vorarlberg lebende und in Österreich geborene Personen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren mit wenigstens einem Elternteil, der in einem Land des ehemaligen Jugoslawiens oder in der Türkei geboren wurde
Dauer des
Interviews
cirka 90 Minuten
Anzahl der Interviews 2.250
Datenerhebungsmethode Face-to-Face